2155 Läufer angemeldet/Straßenbau wirkt auf Marathon ein

Tangermünde – „Die Verkehrseinschränkungen sind extrem“, teilt Carsten Birkholz, Vorstandsmitglied beim Elbdeichmarathon Verein, mit. „Der eine oder andere wird so schnell nicht hinfinden“, äußert auch Vereinsvorsitzender Thomas Staudt seine Bedenken. Denn, in der Innenstadt wird derzeit gebaut und bis zum Elbdeichmarathon sind es keine zwei Wochen mehr.
Ab der Ampelkreuzung August-Bebel-Straße/Lindenstraße ist die Stendaler Straße in Richtung Hafen zu. Auch durch das Neustädter Tor gibt es momentan kein Herankommen. Für den Elbdeichmarathon am 14. April wird es eine Herausforderung – nicht nur am Veranstaltungs- wochenende, sondern auch schon in der Vorbereitung. „Wir wissen noch nicht, wie wir die großen Lkw und Duschtrucks da runter bekommen“, so Birkholz. Der üblicherweise genutzte Tangerparkplatz stehe aufgrund der Baumaßnahmen derzeit nicht zur Verfügung, so die Stadt. Am Bleichenberg oder Hansepark könnten Besucher ihre Fahrzeuge abstellen. Die Veranstalter empfehle,n den kleinen Fußmarsch in Kauf zu nehmen oder gleich mit der Bahn anzureisen. In Vereinskreisen wird positiv geblieben, trotz Sperrungen: „Wir sind auch nicht sehr glücklich über die vielen Baustellen, aber haben da- nach eine noch schönere Stadt“, teilt der Elbdeichmarathon im sozialen Netzwerk Facebook mit.
Auch die Streckenführung musste an die Bauarbeiten angepasst werden: Statt der Schleusenbrücke, welche sich momentan im Bau befindet, müssen die Läufer die Tangerbrücke überqueren.
2155 Anmeldungen (Stand: Montagvormittag) für das Lauferlebnis entlang der Elbe kann der Verein bereits verzeichnen. Sehr viel mehr sei dann auch schon nicht mehr drin, sonst würden die Medaillen am Ende nicht reichen. „Aber erfahrungsmäßig kommen zehn Prozent am Ende nicht“, so Staudt im Pressegespräch. Die Startnummern werden bereits am Sonnabend zwischen 15 und 18 Uhr im Festzelt am Hafen ausgeteilt, sowie am Sonntag bis eine Stunde vor Start. Eine Lücke in den Startbezifferungen wird es allerdings geben, so der Verein. Im letzten Jahr ist bei der Veranstaltung ein 39-jähriger Läufer zusammengebrochen und trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort verstorben (AZ berichtete). Seine Läufernummer 579 bleibt frei.
Vor allem bei den Kindern sei die Nachfrage sehr groß, informiert Birkholz. „Wir steuern fast auf einen kleinen Teilnehmerrekord hin.“ Rund 150 junge Läufer hätten sich bereits angemeldet. Weitere würden am Veranstaltungstag folgen.
Bis die Marathonfreunde sich den Strecken von 400 Metern bis 42 Kilometern stellen, gilt es jedoch noch einiges vorzubereiten. Die Frei- willigen müssen eingewiesen werden, Helfer- und Läufer- beutel gepackt werden. Mehr als 150 Menschen engagieren sich für die Veranstaltung. Zwei Abiturjahrgänge, örtliche Vereine und natürlich die eigenen Mitglieder ... „Wir können uns nicht beschweren“, ist Birkholz sehr dankbar für die tatkräftige Unter- stützung der Ehrenamtlichen. Aber auch für die rund 50 Sponsoren, welche die Veranstaltung mit tragen. Der Hauptsponsor ist auch in diesem Jahr wieder die Avacon, ein „verlässlicher Partner“, so Staudt.
Zum allerersten Mal mit da- bei ist hingegen das brand- neue und noch namenlose Maskottchen der Marathonveranstaltung. Im Sozialen Netzwerk hat der Verein sein neues Mitglied, den Laufkater, bereits am Sonntag erstmalig präsentiert. Ein richtiger Name fehlt dem Sportsfreund im grünen Trikot und Stirnband allerdings noch. Seit Sonntag seien bereits zahlreiche Namensvorschläge eingegangen, darunter Tangi, Tamü, Elma und Elbi. Wie Birkholz weiter mitteilt, werde es vermutlich eine Vorauswahl der Favoriten geben und eine weitere Umfrage unter diesen folgen.

 

Laura Kühn - Altmarkzeitung vom 2. April 2019

 


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