„Ein Lauferlebnis jagt das Nächste“ - während sich eine kleine Gruppe beim Binzer Bäderlauf auf die Laufstrecke begeben, fahren wir an diesem Sonntag 14.05.17 nach BERLIN – zum BIG 25
Der Wunsch in das Olympiastadion einzulaufen, ist unser Ziel. Voller Vorfreude fahren wir (für einen Sonntag ziemlich früh) von Rathenow mit dem Zug in unsere Bundeshauptstadt.
Fast 11.500 Teilnehmer und tausende Zuschauer können sich heute über die Sonne freuen.
Nachdem wir die Startunterlagen abgeholt und uns ausgiebig am Stadion umgesehen haben, bereiten wir uns auf dieses außergewöhnliche Lauferlebnis vor. Denn ohne Sonnenschutz geht bzw. läuft heute gar nichts. Bestens ausgestattet und gut gelaunt, begeben wir uns zum Start vor einer Wahnsinns Kulisse – auf den Olympischen Platz. Vor uns tausende Läufer – hinter uns tausende Läufer.
Dann fällt der Startschuss und wir müssen uns noch etwas gedulden, ehe wir über die Startlinie laufen können.
Angelika, Nicole und Mathias begeben sich beim Startschuss auf eine spektakuläre 25 km Laufstrecke durch Berlin – vom Stadion, durch das Brandenburger Tor, über den Gendarmenmarkt, vorbei am Potsdamer Platz und der Gedächtniskirche – bis zum Finale im Olympiastadion. Steve, Menne, Gerd, David, Saskia, Liane, Regina, Uschi, Marina, Susanne, Renate, Brigitta und Nadine haben wundervolle gemütliche 10 km durch Berlins Straßen vor sich. Hunderte Helfer und Polizisten eskortierten die Massen an Läufer und Läuferinnen, darunter auch wir 16 Tangermünder Elbdeichläufer.
Es ist schon beeindruckend, gemeinsam mit so vielen Menschen, ein gemeinsames Ziel zu haben – ob als Profi oder Freizeitläufer. Mit vielen anderen Gleichgesinnten während des Laufes ins Gespräch zu kommen und dabei auch noch Spaß zu haben, ist einfach toll. Irgendwann taucht dann das Ziel, das Stadion, vor dir auf und du denkst – gleich geschafft – aber dann kommt erst nochmal eine Kurve, dann noch eine – dann hört man die Trommler – und dann ist es soweit.
Es war der Hammer, wenn du auf einmal in das Olympiastadion einläufst, auf der blauen Aschenbahn nochmal einen Energieschub bekommst und getragen vom Jubel schneller wirst. Es war sehr emotional und überwältigend. (Liebe Fußballer – habt ihr auch dieses überwältigende Gefühl, wenn das Stadion auf den Rängen gefüllt ist und euch der Jubel umringt? Wenn ja, warum spielt ihr dann nicht besseren Fußball??? … das nur mal so nebenbeiJ)
Ein Berliner Läufer, Mustapha El Quartassy vom VFL Fortuna Marzahn, ist als erster über die „Big25“ Ziellinie gelaufen, er brauchte 1:23 Stunde. Die schnellste Frau war Lonah Chemtai Korlima (Israel/Maccabi Tel Aviv) mit 1:28 Stunde (übrigens in unserer Mitte im Bild zu sehen, mit der Startnummer 3437)
Ich find die Medaille sehr schön. Einen Kritikpunkt hätte ich - bei den Temperaturen konnte man beim Laufen schon von Hitze sprechen - da müssen die Veranstalter flexibler mit Getränken reagieren. Ansonsten war die Veranstaltung toll und ein unvergessliches Erlebnis.