Für ein paar Läufer unseres Vereins stand das vergangene Wochenende ganz unter dem Motto „Sonne, Strand und ein bisschen laufen!“
Es ging in den hohen Norden, auf die Insel Rügen, zum Binzer Bäderlauf. Zimmer gebucht, Anmeldung zum Lauf erledigt, Sachen gepackt, … wir starteten am Freitag in freudiger Erwartung auf die kommenden Tage.
Diane, ihr Mann Jens und Marion fuhren bereits am frühen Morgen los, um den Tag für Sightseeing und Fotoshootings zu nutzen. Andrea und Familie begaben sich am Mittag auf die große Reise. Gegen 17 Uhr trafen wir uns dann an unserer Unterkunft, die Jugendherberge Prora. Die Zimmer waren schnell bezogen; es blieb noch ein wenig Zeit zum Ausruhen. Frisch und vergnügt trafen wir uns zum nächsten Programmpunkt. Jetzt galt es die Löcher in unseren Bäuchen zu stopfen. Also, ab nach Ralswiek zur Gaststätte „Zum Störti“.
Die Gaststätte befindet sich auf dem Gelände der Störtebeker-Festspiele, so dass wir schon einen kleinen Blick auf die Kulissen der neuen Saison werfen konnten.
Und was isst man, wenn man an der Ostsee ist? …Fisch natürlich.
Gegen 19.30 Uhr trafen dann auch Anne, Carsten und Christian ein. Nun waren wir vollzählig. Ganz gemütlich ließen wir den Abend gemeinsam im „Störti“ ausklingen, bevor wir, völlig erschöpft, in unsere Betten fielen.
Der Samstag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und einer leichten Brise – ideales Läuferwetter! Pünktlich um 7.30 Uhr trafen wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet, um uns für unseren bevorstehenden Lauf ordentlich zu stärken. Eine Stunde später saßen wir dann schon im Bus nach Binz. Noch ein kurzer Fußmarsch und wir standen am Kurplatz direkt vor der Seebrücke, welcher den Zielbereich des Bäderlaufes bildete. Von jeglicher Hektik beim Aufbau des Zielbereiches oder Streckenabsperrung keine Spur – völlige Tiefenentspannung. Den Grund erfuhren wir dann bei der Startnummernausgabe; mit ca. 280 Läufern war das Starterfeld dann doch überschaubar. Mit unseren Startnummern im Gepäck genossen wir die Sonne bei Kaffee und Kuchen. Gegen 10.45 Uhr wurden wir mit Bussen zum Start des 10km Laufes, das Ostseebad Sellin, gefahren. Und auch in Sellin zeigte sich die norddeutsche Gelassenheit. Lediglich eine grüne Kreidelinie auf der Straße zeigte uns den Startpunkt unseres Laufes. Sehr gut organisiert war der Gepäck-Shuttle von Sellin nach Binz zurück. Pünktlich um 12 Uhr fiel dann der Startschuss und wir begaben uns auf die 10km-Strecke des Binzer Bäderlaufes 2017 von Sellin nach Binz.
Der erste Kilometer führte uns mit ein paar Steigungen durch das Ostseebad Sellin. Nachdem wir Sellin hinter uns gelassen hatten, folgten wir der ausgewiesenen Strecke durch die Granitz, ein riesiges Waldgebiet, dass sich entlang der Ostseebäder erstreckt, immer in Richtung Binz. Auch auf diesem Teil der Strecke galt es ständig kurze Anstiege zu bewältigen, aber wir waren alle guter Dinge. Bevor wir in Binz eintrafen, erwartete uns noch ein letzter längerer Anstieg. Doch beim Zieleinlauf hatten sich sämtliche Mühen gelohnt. Vorbei an zahlreichen jubelnden Zuschauern, direkt an der Strecke oder in den vielen Straßencafés, liefen wir auf das Ziel an der Binzer Seebrücke zu.
Ein toller Laufzeit einer anspruchsvollen, aber auch schönen Strecke lag nun hinter uns. Zudem können wir alle sehr stolz auf unsere Leistungen sein. Carsten hat sein Ziel, die Strecke unter einer Stunde zu laufen, mit Bravour erreicht. Er kam nach 54 Minuten ins Ziel. Marion und Christian erreichten das Ziel in 1h 12Min. Diane, Andrea und Anne erliefen sich eine Zeit von 1h 15Min., wobei auch Andrea ihr Ziel, die Strecke unter 1h 20Minuten zu absolvieren, erfolgreich meisterte. Die Pflicht war erfüllt, nun kam die Kür.Gestärkt und überglücklich kehrten wir nach dem Lauf in unsere Unterkunft zurück. Jedoch blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen. Duschen, umziehen und schon saßen wir im Auto auf dem Weg nach Lancken-Granitz. Hier hatten wir eine Wanderung zu den Großsteingräbern organisiert. Unser Naturführer René Geyer erklärte uns begeistert und mit viel Liebe zum Detail viel Wissenswertes über diese einzigartigen Bodendenkmäler. Im Anschluss ließen wir unseren letzten Abend auf Rügen in lustiger Runde in der Gaststätte „Die Räucherei“ in Göhren ausklingen.
Von der Sonne geweckten gut gelaunt ging es dann am Sonntag zum Naturerbezentrum. Ein Highlight hatten wir uns noch bis zum Schluss aufgehoben. Es galt den Baumwipfelpfad zu erklimmen. Höhepunkt des Pfades war mit Sicherheit der „Adlerhorst“. In zahlreichen Windungen verläuft der Pfad um eine Rotbuche herum, bis weit über ihre Krone hinaus. Über den „Baumwipfeln“ angekommen, hat man einen unglaublichen Blick auf die Insel Rügen. Das konnte man nicht mehr toppen.
Also ging es nach dem Abstieg wieder heimwärts, ein bisschen wehmütig, hatten wir doch eine schöne Zeit hier. Fazit: Es war ein tolles Wochenende, egal ob Lauf oder Rahmenprogramm! Wir kommen ganz bestimmt im nächsten Jahr wieder!